interessante Musikexkursion der 12er

vom Montag, 30.03.2020


Musik Exkursion der 12er am 5. Dezember 2019

Die letzte erhaltene Privatwohnung des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy durften wir am 5. Dezember in Leipzig besichtigen. Zusätzlich stand auch eine Führung durch das Grassimuseum auf dem Plan.
Nun, einige werden sich fragen: Wieso sollte die alte Wohnung eines Komponisten so interessant sein? Leicht zu beantworten für die Schüler der Jahrgangsstufe 12! Im Überblick wurde das Schaffen und das Leben des Künstlers dargestellt. Neben Briefen von Felix an seine Schwester Fanny Hensel konnte man Reiseberichte ihrer Italienreise bewundern und ausgewählten Stücken Mendelssohn Bartholdys aufmerksam lauschen.
Auch den Musiksalon durften wir uns einmal genauer ansehen und einigen Talenten unseres Musikkurses gelang es, uns die faszinierende Akustik des Raumes zu präsentieren. Das Highlight des Hauses war vermutlich für alle das Effektorium, eine elektronische Sinfonieorchester-Simulation, bei welcher man sich ein Werk aussucht und dann nach Belieben selbst dirigieren kann. Zusätzlich lässt sich der Einsatz von Instrumenten steuern. Auch die Farbe des Raumes und somit die Atmosphäre sind durch montierte LED-Streifen hinter Vorhängen beeinflussbar.
In jeder Etage des Hauses lässt sich etwas anderes entdecken: So findet man sowohl historische Räume, inklusive Originalmöbel aus Mendelssohn Bartholdys Zeit, als auch moderne Räume mit zahlreichen Aquarellen, welche der Komponist malte und Ausstellungstücke, wie beispielsweise eine historische Klarinette. Ein Teil der Ausstellung ist Mendelssohn Bartholdys Schwester Fanny gewidmet, auch "Fannys Welt" genannt. Dort erfährt man viele Details der Italienreise und ihrer geschwisterlichen Beziehung mit Felix.
Die Mittagspause verbrachten wir größtenteils auf dem Weihnachtsmarkt am Augustusplatz mit weihnachtlichen Spezialitäten. Nach der Pause widmeten wir uns dem Grassimuseum, welches eine der größten Musikinstrumentensammlungen der Welt ist und bereits 1929 eröffnet wurde.
Der Universität Leipzig dient die Ausstellung ebenfalls zu Forschungs- und Lehrzwecken. Vor Ort hat man die Möglichkeit, die handwerklichen und künstlerischen Fähigkeiten der Instrumentenbauer seit dem 16. Jahrhundert zu bewundern. Zu den Ausstellungsstücken zählen sowohl bekannte als auch unbekannte Instrumente, welche kunstvolle Meisterstücke und verblüffende Erfindungen sind.
Während der Führung schauten wir uns vor allem die Tasteninstrumente etwas genauer an. In diesem Zusammenhang besichtigten wir die derzeitige Sonderausstellung über Clara Schumann, einer ausgezeichneten Pianistin aus Leipzig. In erster Linie lässt sich die innige Beziehung ihrerseits zu dem Klavier bestaunen. Des Weiteren erhält man Einblicke in die Instrumentenwelt des Leipziger und Wiener Klavierbaus. Besondere Highlights, wie die nach dem 2. Weltkrieg gesicherte und teils mit Originalpfeifen ausgestattete Orgel von Gottfried Silbermann oder das wie von Zauberhand spielende Piano, zogen uns in den Bann der Tasteninstrumente.
Die Musikkurse der 12. Klassenstufe empfanden den Tag in Leipzig als äußerst lehrreich und empfehlenswert und danken den Fachlehrern für die gute Organisation.

Autorin:Sophie Wenzel, 12